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Das vor über 80 Jahren gegründete Unternehmen hat eine lange Erfahrung mit
Typografie- und Gestaltung und ist bereits frühzeitig in die DTP-Technologie
eingestiegen.
Bereits mit den ersten DTP-Systemen in den 80ern starteten die digitalen
Gehversuche
und nach und nach eignete man sich das Know-how zur Ganz-
seitenproduktion an.
Mitte der 90er Jahre folgte der konsequente Schritt unter
Nutzung von Ausschieß-
Software in die Ganzseitenbelichtung via Computer-
to-Film.
1998 startete die erste
Investition in CTP mit einem Heidelberg Achtseiten-belichter.
Dies war gleichzeitig der Start in das neue Geschäftsfeld CTP-
Dienstleistung, das sich
sehr schnell positiv entwickelte.
Mit der Verbreitung von CTP bei den Kunden ging dieser Auftragsbereich jedoch
zurück und so galt es, neue Geschäftsfelder zu eröffnen.
Bei Walter Druck selbst wird im Halbformat und einer Heidelberg Speedmaster 52
und einer SM 74 produziert. Und da auch hier der Trend zu kleineren Auflagen
einerseits, andererseits aber auch eine reduzierte Anzahl von A3-formatigen
Aufträgen
aufgrund des zunehmenden Digitaldrucks zu spüren war, suchte man
nach einer
entsprechenden Lösung. die Problematik bestand darin, dass die
Mitarbeiter zwar
mittlerweile gute Erfahrungen im Umgang mit Datenhandlung,
Ganzseiten- und
Ganzbogenproduktion hatten, jedoch die Qualität des Digital-
drucks der gewünschten
Offsetqualität nicht wirklich entsprach.
Alternative zum Kleinoffset
Dies änderte sich 2006, als Geschäftsführer Helmut Walter und sein Sohn Axel
Walter
erstmals eine HP Indigo Press 5000 auf Herz und Nieren prüften.
Helmut Walter: “Die Qualität hat uns sofort überzeugt und obwohl wir ur-
sprünglich
eine Lösung suchten, mit der wir die immer stärker weg brechenden
Kleinaufträge
aufgrund der höheren Offset-Preise wirtschaftlicher produzieren
können, waren wir
schnell von den umfangreichen Möglichkeiten des Digital-
drucks überzeugt.
Und wir wussten, dass die Zukunft des Druckens im
Digitaldruck liegt.”
Die langjährige Erfahrung im Umgang mit Daten verschiedenster Art, Preflight-
Checking und Workflow-Technologien unterstützte schnell den Einstieg in den
Digitaldruck “. . . und so haben wir uns neue Geschäftsfelder eröffnet, die man
nur mit
dem Digitaldruck realisieren kann”, weiß Helmut Walter zu berichten.
Sohn Axel
Walter ergänzt: “Parallel dazu entwickeln sich jedoch nun auch
Kleinaufträge wieder
positiv. Heute drucken wir zusätzliche viele kleine Auf-
lagen, an die wir vorher gar
nicht erst heran gekommen sind. Unsere Kunden
haben sehr schnell gemerkt, dass
wir nun in allen Bereichen optimal produzieren
und mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis aufwarten können.”
Mittlerweile entwickelt das Unternehmen im Bereich Walter Digital – dem
Geschäftsbereich für die digitalen Dienstleistungen – mit mehreren Mitarbeitern
ständig neue
Lösungen, um den Kunden einen möglichst umfassenden Service
bieten zu können.
So wurde beispielsweise der Bereich Web-to-Print sehr früh auf- und ausgebaut.
Mittlerweile können sich viele Kunden über ihr eigenes Portal Geschäftspapiere
oder
Visitenkarten bestellen. Im Aufbau befindet sich zudem das eigene Portal
zur
Kalenderherstellung www.myprint-kalender.de.
Das breite Feld der Bildpersonalisierung entwickelt sich ebenfalls sehr positiv,
das
individuell programmierte Kundenlösungen einschließt. Helmut Walter:
“Seitdem
wir den Digitaldruck mit der HP Indigo im Hause haben, kommen wir
ständig auf
neue Ideen, was wir unseren Kunden noch bieten können. Und
möglich macht das
nur der Digitaldruck.”
Aus der Praxis
Einige Produktbeispiele: Eine typische Web-to-Print-Anwendung ist das selbst
entwickelte Visitenkartenbestellsystem VBS. Entwickelt vor dem Hintergrund,
dass
besonders große Unternehmen immer wieder Visitenkarten bestellen und
dafür
oftmals keine eigene Struktur haben, bringt das VBS den Kunden große
Vorteile
bei der Bestellung. Einer der Kunden ist das europaweite tätige
Unternehmen
Wolff & Müller. Bis zur Einführung von VBS waren dort nahezu
täglich zwei Mitarbeiter
etwa drei Stunden damit beschäftigt, für die Mitarbeiter
die Visitenkarten zu ändern,
zu kontrollieren und zu bestellen. Durch das VBS
wurde dieser Aufwand auf ein
geringst mögliches Maß verringert. Die Mitarbeiter
können nun eine eigene Bestellmaske
aufrufen, in denen bis auf die persönlichen
Daten bereits alle Angaben vorhanden
sind. Die Bestellungen werden auf einem
Server gespeichert und nach der sachlichen
Kontrolle etwa drei bis vier Mal pro
Monat an Walter Druck geschickt, wo die Karten
automatisch ausgeschossen
und vom Server aus gedruckt werden.
Axel Walter: “Diesen Auftrag haben wir
nur, weil wir digitial drucken und unsere
Software zur Verfügung stellen können.”
Auch andere Drucker können diesen
Service für ihre Kunden nutzen und be-
kommen von Walter Druck individuelle Layouts
und Webadressen zur Verfügung
gestellt, die den Kunden den Eindruck vermitteln,
dass “ihr” Drucker diesen
Service ebenfalls bietet.
Ein weiteres Beispiel ist die Produktion von Gerätebeschreibungen in Kartenform
des Kunden Bosch, der diese Karten zusammen mit den Geräten an die Bau-
märkte
liefert. Bislang war hierfür ein großer Aufwand nötig, da jeder Baumarkt
unterschiedliche
Geräte und Mengen bestellt und somit ein Bosch-Mitarbeiter
all diese Daten kontrollieren
musste. Walter Druck entwickelte auch hierfür eine
eigene Web-to-Print-Anwendung,
in der die Mengen und Produktangaben aus
einer Datenbank ausgewählt werden und
in der richtigen Stückzahl an den
Digitaldruck-Server bei Walter Druck geschickt
werden. Dort werden sie mit
einem ebenfalls selbst entwickelten Programm“zusammen getragen” und
kundenspezifisch gedruckt. Dazu wird direkt über das
Internet ein Barcode
erzeugt und mitgedruckt.
Ausgefeilte Ideen realisieren
Zunehmend entwickelt man bei Walter Druck eigene Lösungen, um die Kunden
über die Einzigartigkeit ihrer Produkte und Dienstleistungen zu informieren.
So entstand beispielsweise ein Mailing, das die Möglichkeiten der Bild-
personalisierung
optimal ausnutzt. Mit insgesamt fünf aufeinander folgenden
unterschiedlichen Karten,
in denen jeweils der Name des Adressaten in ver-
schiedene Bildmotive eingebunden
war, wurden die Kunden über die Möglich-
keiten und Einzigartigkeit der Bildpersonalisierung und des Digitaldrucks
informiert – verbunden mit guten Bildern
und ausgefeilten Texten.
Nachdem man mit dieser Aktion über 700 Adressaten
bediente, konnte man
eine Responsequote von über 20 % verbuchen – eine Erfolg,
der im Mailing-
bereich selten ist und für den Digitaldruck mit intelligenter
Bildpersonalisierung
spricht. Helmut Walter: “Damit gelang es uns, unsere Kompetenz zu beweisen
und unser Image zu verbessern. Wir haben nicht nur eine hohe Responsequote
erreicht, sondern darüber hinaus noch viele positive Kommentare bekommen.
Eine Reaktion, die es sonst auf Mailings auch nicht gibt.”
Ein weiterer, sich stetig entwickelnder Bereich ist Book-on-Demand.
Hier entstehen
regelmäßig kleinauflagige Bücher in Hard- oder Softcover-
Ausführung, wobei die
entsprechenden Finishing-Aufgaben extern bei Partnern
ausgeführt werden.
Regelmäßig produziert man bei Walter Druck Diplom- und Studienarbeiten,
Bildbände, Fotobücher und vieles andere, was schnell und in kleinen Auflagen
produziert werden soll – und dies zum Teil in Kombination mit dem Offsetdruck.
Axel Walter: “Der Bereich Book-on-Demand entwickelt sich sehr positiv.
Auch dies
wäre ohne Digitaldruck nicht möglich gewesen.”
Digitale Kompetenz
Die zunehmende Ausrichtung auf den Digitaldruck, digitale Dienstleistungen
und
Web-to-Print bei Walter Druck zeigt sich auch an der hervorragenden
Infrastruktur
des Unternehmens und der Mitarbeiterqualifikation.
Etwa die Hälfte der Mitarbeiter ist heute in Prepress, Digitaldruck und der
Entwicklung neuer Produkte und Softwarelösungen tätig. Obwohl man bei
Walter
vorwiegend auf Workflow- und Prepresslösungen von Kodak auf Basis
Prinergy
setzt, weren stetig neue und kundenindividuelle Lösungen für die
Annahme der
Daten, Preflight, Korrektur, Ausschießen und vor allem für die
vollautomatische
Weiterleitung der Daten an den CTP-Belichter und die
Digitaldruckmaschine
entwickelt – und das unter konsequenter Nutzung von
JDF. So investiert das
Unternehmen ständig in die Optimierung der eigenen
Produktion und damit auch
in Lösungen zum Vorteil der Kunden.
Fragt man Helmut Walter nach den Gründen für die Investition in die HP Indigo
Press 5000, ist auch hier wieder der Kundennutzen im Vordergrund: “Mit der
HP Indigo Press 5000 bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, hervorragende
und dem Offsetdruck ebenbürtige Qualitätsprodukte zu produzieren.
Die enorme Vielfalt einzusetzender Materialien, Pantone-zertifizierte Farben,
die hohe Druckgeschwindigkeit und vor allem die Möglichkeit, einfach und
effizient
in Text und Bild personalisierte Drucksachen herzustellen, suchen
ihresgleichen.
Und das zu einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis.
Endlich haben wir
zudem wieder die Möglichkeit, frei zu agieren und wieder
selbst einzigartige
Produkte zu entwickeln, die wir unseren Kunden anbieten
können.
Wir können endlich wieder unsere eigene Kreativität ausleben und
das wissen
die Kunden und Mitarbeiter zu schätzen.”
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